Wie alles anfing...

Mehr als ein Dreiviertel-Jahrhundert Vereinsarbeit für die Imker in Gräfelfing, den Nachbargemeinden und dem Münchner Westen

Waldschänke Lochham
Waldschänke Lochham

Man schrieb das Jahr 1929, als sich am Sonntag, dem 17. November in der „Waldschänke“ in Lochham, Gemeinde Gräfelfing, neun Personen zusammenfanden, um einen Verein ins Leben zu rufen, der sich zur Aufgabe machen sollte, die Pflege und Züchtung der Bienen in Gräfelfing und Umgebung zu unterstützen. So wurde an diesem November-Sonntag der „Bienenverein Gräfelfing und Umgebung“ gegründet. Sitz des Vereins war Lochham, Gemeinde Gräfelfing, und erstes Vereinslokal die „Waldschänke“ in Lochham.

Waldschänke Lochham
Waldschänke Lochham

Die Gründungsmitglieder, die sich dort zur Gründung des Vereins versammelt hatten, waren: Herr Briegel, Pasing-Neuaubing (Pasing war damals selbständige Stadt vor den Toren Münchens), Herr Dr. Diehl (der spätere langjährige erste Bürgermeister von Gräfelfing), Gräfelfing, Herr Dr. Fischer, Lochham, Herr Frank, Lochham, Frau Guth, Gräfelfing, Herr Lochner, Lochham, Herr Scheller, Pasing-Neuaubing, Herr Wimmer, Lochham, Herr Ziegler, Planegg. Die Anwesenden wählten Herrn Dr. Fischer einstimmig zum Vorstand.

Bürgermeister Diehl
Bürgermeister Diehl

Der Jahresbeitrag betrug 2,50 Reichsmark. Bedingung für die Aufnahme neuer Mitglieder war damals, daß diese von 2 Mitgliedern vorgeschlagen wurden.

Im folgenden Jahr begann der noch kleine Verein zu wachsen und zählte am Jahresende 1930 bereits 14 Mitglieder. Die nächsten Jahre brachten weiteren Mitgliederzuwachs, sodaß bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1935 der stattliche Stand von 34 Mitgliedern verzeichnet werden konnte.

Die im Jahr 1935 erstmals durchgeführte Viehzählung, die auch die Bienenvölker umfaßte, zählte in den Gräfelfinger Fluren nur ganze 58 Bienenvölker. Damals wohnten viele Mitglieder außerhalb Gräfelfings oder hatten zumindest ihre Bienen außerhalb von Gräfelfing untergebracht. Die Zählung der Bienenvölker fand in den Folgejahren immer am Tag der Viehzählung, dem 2. Dezember, statt.

Schon im Jahr 1933 erfolgte eine Umbenennung des Vereins in „Imker-Ortsfachgruppe Gräfelfing und Umgebung“ und der gleichzeitige Beitritt zum Reichsimkerbund mit Sitz in Nürnberg.

In der Jahreshauptversammlung 1934 beschlossen die Imker die Anschaffung einer Mittelwandpresse, nachdem 1931 schon eine vereinseigene Honigschleuder erworben worden war.

Bei Neuaufnahmen wurde von nun an auf die Bestellung zweier Vereinspaten verzichtet, wie dies zunächst bei der Gründung des Vereins beschlossen worden war. Der Bewerber mußte allerdings bereits Bienenhalter sein oder sich verpflichten, Bienen zu erwerben und zu erhalten.

Die nächste Jahreshauptversammlung im Jahre 1936 brachte für den Verein einen ersten Höhepunkt. Es wurde damals zum ersten Mal der Besuch des Landesverbandsvorsitzenden, Herrn Leonhard Birklein, erwartet. Der Versicherungsschutz für Imker wurde ins Leben gerufen, was allerdings eine erneute finanzielle Belastung der Mitglieder mit sich brachte. Zusätzlich zu dem schon seit 1933 auf 5 Reichsmark heraufgesetzten Jahresbeitrag mußten die Imker noch ein „Versicherungsfuffzgerl“ bezahlen. 2 Reichsmark wurden pro Mitglied an den Reichsimkerbund abgeführt.

Im April erklärte Herr Dr. Fischer, der dem Verein seit dem Gründungsjahr vorstand, seinen Rücktritt, da er aus dem Vereinsgebiet fortzog. Die Leitung übernahm von diesem Zeitpunkt an bis Dezember 1938 Herr Hallermeier. Zur selben Zeit wurde Herr Pankraz Guth in den Verein aufgenommen, der später für lange Jahre die Geschicke des Vereins leiten sollte.

Im Herbst des nächsten Jahres brach der 2. Weltkrieg aus, der das Vereinsleben auf Jahre hinaus lähmte. Von Januar 1939 bis Dezember 1943 war 1. Vorstand Herr Vilsmayer. Das Vereinslokal fiel im Januar 1944 dem Bombenkrieg zum Opfer. Eine längst fällig gewordene Jahreshauptversammlung konnte im selben Jahr in der Gaststätte „Bad Lochham“ abgehalten werden. Im Januar 1944 wurde der 1926 aus Regensburg zugezogene Architekt Lorenz Mesch zum 1. Vorstand bestellt.

Durch die Wirren der letzten Kriegsjahre und der ersten Nachkriegszeit erlag das Vereinsleben zunächst völlig. Erst das Jahr 1947 brachte wieder eine Jahreshauptversammlung, die Herrn Lorenz Mesch wieder als 1. Vorstand bestätigte.

Die Versammlungen wurden von da ab abwechselnd in der Gaststätte „Bad Lochham“ und in der „Bahnhofsgaststätte Neuaubing“ abgehalten, ein Zugeständnis an die Verteilung der Wohnsitze der Mitglieder. Leider ist es aus dem selben Grund in den folgenden Jahren zu einem erneuten Tiefstand in der Vereinsgeschichte gekommen. Es traten Spaltungstendenzen auf, die eine Trennung des Vereins in zwei selbständige Teile Neuaubing und Gräfefing zum Ziele hatten. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 28. Oktober 1950 konnte dies glücklicherweise vom damaligen Bezirksvorsitzenden, Herrn Anton Straßl, verhindert werden. Der bisherige Vorstand, Herr Mesch, stellte sein Amt zur Verfügung und dafür wurde Herr Josef Vilsmayer zum 1. Vorstand gewählt. Nachdem sich die Wogen des Sturmes wieder geglättet hatten, konnte der neue Vorstand an die Arbeit gehen und ein Vereinsleben mit regelmäßigen Versammlungen schaffen.

Am 25.Februar 1951 begrüßte der Verein den Präsidenten des nach dem Kriege im August 1949 neu gegründeten Deutschen Imkerbundes, den bereits bekannten Herrn Leonhard Birklein, als Gast und Redner, der sich bei den Gräfelfingern immer sehr wohl fühlte.

Zu der am 7. Oktober des selben Jahres um 15.00 Uhr angesetzten festlichen Versammlung zur Ehrung alter und verdienter Mitglieder war Präsident Birklein wieder beim Verein zu Gast und verlieh die goldene Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes an sieben und die Nadel in Silber an dreizehn Anwesende.

In den folgenden Jahren leitete Herr Vilsmayer mit unermüdlichem Fleiß und großem Fachwissen den Verein. Er führte ihn aus der Zerrissenheit des Jahres 1950 zu einem Verband des Zusammenstehens und der imkerlichen Freundschaft. Allzu früh riß ihn der Tod aus seinem schaffensreichen Leben. Der Verein verlor damals in ihm einen seiner besten Mitstreiter. Die Geschäfte des 1. Vorsitzenden führte nun der 2. Vorsitzende, Herr Göllert, bis er von der Generalversammlung am 30 Januar 1954 zum 1. Vorstand gewählt wurde.

Am 25. September 1954 beging der Imkerverein Gräfelfing und Umgebung die 25. Wiederkehr des Gründungstages in einer würdigen Feier. Im Wirtssaal der Dornier-Siedlung versammelten sich die Imker mit Angehörigen und Gästen zu einigen Stunden fröhlichen Beisammenseins. Der 1. Vorsitzende, Herr Göllert, gab einen kurzen Bericht, wie aus den vor 25 Jahren versammelten neuen Imkern der Verein in seiner damaligen Größe gewachsen war. Der bei dieser Feier leider nicht anwesende Präsident des Deutschen Imkerbundes, Herr Leonhard Birklein, wurde zum Ehrenmitglied des Imkervereins Gräfelfing und Umgebung ernannt.

Nach Jahren sehr erfolgreicher Arbeit des Vereins zogen sich im Mai 1955 wieder Gewitterwolken zusammen, die einen Wechsel in der Vorstandschaft zur Folge hatten. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 4. Juni 1955 erklärte Herr Göllert seinen Rücktritt. Die Versammlung wählte Herrn Friedlmeier zum 1. Vorstand.

Nicht allein diese Krise machte dem Verein in der folgenden Zeit zu schaffen. Damals brach auch der Streit zwischen dem Kreisverband Oberbayern e.V. und dem Bayerischen Landesverband aus. Dieser Streit sollte fast 15 Jahre lang andauern und drohte den Imkerverein Gräfelfing und Umgebung wieder aus den Fugen zu brechen.

In einer erweiterten Ausschußsitzung wurde am 16. Dezember 1955 beschlossen, dem bereits aus dem Landesverband Bayerischer Imker ausgeschlossenen Kreisverband Imker Oberbayern e.V. die Treue zu halten und Mitglied dieses Verbandes zu bleiben. Auf die Initiative von Herrn Pankraz Guth reichten 21 Mitglieder beim Vorstand den schriftlichen Antrag ein, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Punkte der Tagesordnung der am 10. August 1956 abgehaltenen außerordentlichen Versammlung waren die Abberufung des amtierenden Vorstandes und Neuwahl der Vorstandschaft, sowie die Beschlußfassung über die Rückführung des Vereins in den Landesverband oder das Verbleiben beim Kreisverband Oberbayern. Ergebnis: Der erste Vorstand, Herr Friedlmeier, wurde wiedergewählt und eine knappe Mehrheit entschied sich für den von Herrn Guth eingebrachten Vorschlag, den Verein ab 1. Januar 1957 wieder offiziell an den Landesverband anzuschließen.

In der am 15. Dezember des selben Jahres abgehaltenen Generalversammlung verzichtete der bisherige Vorstand, Herr Friedlmeier, auf jegliche Mitarbeit in der Vorstandschaft. Damit war der Weg frei für eine neue Ära im Gräfelfinger Imkerverein, denn Herr Pankraz Guth konnte die Leitung des Vereins übernehmen und gab zusammen mit dem 2. Vorstand, Herrn Pfab, der Hoffnung Ausdruck, daß nun nach einer langen Zeit des Haderns und Streites für den Verein wieder friedliche Zeiten anbrechen mögen.

Die Versammlungen wurden nun regelmäßig jeden Monat durchgeführt. Als Vereinslokal bestimmte man zunächst die „Bahnhofswirtschaft“ in Neuaubing. Es konnten häufig gute Referenten gewonnen werden, so daß die Versammlungen wieder gut besucht waren und die Mitglieder von ihrem Verein und den Zusammenkünften imkerlichen Nutzen hatten. Unter der Vorstandschaft von Herrn Pankraz Guth kam es zu einem Aufschwung des Vereins, wie dies seit den Gründungsjahren nicht mehr der Fall war. Er brachte tatsächlich wieder Ruhe in den Verein. Wie die Gründerväter sah er die Aufgabe des Vereins in erster Linie in der Pflege und Züchtung der Bienen und der Fortbildung der Imker. Gleichzeitig führte er auch umfangreiche gesellige Veranstaltungen im Verein ein. Davon zeugen vor allem die jedes 2. Jahr im Wechsel durchgeführten Weihnachtsfeiern und Ausflüge, sowie die Unterhaltungsabende, die wiederholt mit Ausstellungen von Honig und Wachs der Imker verbunden waren.

Der Verein beteiligte sich an Ausstellungen des Landesverbandes anläßlich der Bayerischen Imkertage sowie an Ausstellungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Viele Mitglieder des Vereins konnten für ihre Mühe und ihre einwandfreien Ausstellungsstücke mehrmals mit ersten Preisen ausgezeichnet werden.

Der Mitgliederstand hatte sich bis zum 40. Gründungsfest im Jahre 1969 auf 40 Mitglieder erweitert. Am 29. Juli 1977 übergab der erste Vorsitzende Pankraz Guth dem Verein die neue Tischstandarte, die künftig bei allen Veranstaltungen, an denen Vereinsangehörige auswärts teilnahmen, mitgeführt werden sollte.

Otto Hentschel
Otto Hentschel

Erst die Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1978 brachte für den Verein wieder eine Änderung in der Vorstandschaft. Herr Pankraz Guth, der den Verein seit mehr als 21 Jahren geleitet hatte, stellte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl. Bis Januar 1979 übernahm Herr Otto Hentschel den Vorsitz. Als dessen Nachfolger wurde im Jahr 1979 Herr Armin  mit der Vorstandschaft betraut.

Im November 1979 konnte der Verein sein 50-jähriges Gründungsfest begehen. Wie bereits 10 Jahre zuvor durfte der Verein den Vorsitzenden des Landesverbandes Bayerischer Imker, Herrn Hans Freudenstein, begrüßen. Er hielt wieder den Festvortrag, eine Ausstellung mit Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten gab dem Fest einen gebührenden Rahmen.

Vereinslokal war seit der Schließung der Bahnhofsgasttätte in Neuaubing Mitte der 50er Jahre bis September 1983 das „Waldheim“ in Lochham. Seit dem ist Ort der Vereinsversammlungen das ESV-Vereinslokal in München-Neuaubing.

Armin Roth
Armin Roth

Auch unter der Führung von Armin Roth blieb der Imkerverein Gräfelfing und Umgebung ein aktiver Verein mit stets gut besuchten monatlichen Versammlungen. Zu diesen waren stets zugkräftige Referenten eingeladen. Wie früher schon beteiligte sich der Imkerverein Gräfelfing und Umgebung auch bei überregionalen Veranstaltungen, wie z.B. dem Bayerischen Imkertag in München oder dem Oberbayerischen Imkertag in Lochhausen mit Ausstellungen.

Die Jahreshauptversammlung im Januar 1984 wählte Herrn Ludwig Gmeiner zum 1. Vorsitzenden, um wiederum die Vorstandschaft in jüngere Hände zu übergeben. Auch unter diesem Vorstand wurden die bewährten monatlichen Vereinsversammlungen bis heute fortgeführt und der Verein weitgehend von vereinsinternen Querelen freigehalten. Seit Januar 1988 wurde Ludwig Gmeiner jeweils auf weitere 4 Jahre im Amt bestätigt.

Im Jahr 1989 konnte der Verein sein 60-jähriges Bestehen im ESV-Vereinsheim in Neuaubing feiern. BilAls Festredner wurde, wie so üblich, der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Bayerischer Imker, nun Herr Josef Herold, verpflichtet. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Gräfelfing, Herr Dr. Eberhard Reichert, zeigte als Schirmherr und in seinen Grußworten reges Interesse an der Imkerei. Eine Ausstellung mit Imkerprodukten und -geräten ergänzte die Feier.

Ludwig Gmeiner
Ludwig Gmeiner

Die Mitgliederzahl erreichte im Jahr 1984 mit 102 Mitgliedern ihren Höchststand und ist bis ins Jahr 1999 zum 70-jährigen Gründungsfest auf 85 Mitglieder gesunken.

Nachdem die Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1991 eine eigene Satzung und die Umwandlung des Imkervereins Gräfelfing und Umgebung in einen eingetragenen Verein beschlossen hatte, wurde der Verein am 13. Januar 1992 unter der Vereinsregisternummer VR13748 am Amtsgericht München eingetragen.

Auch heute kommen die Mitglieder des Vereins, wie bereits in den Gründungsjahren, nur zu einem kleinen Teil direkt aus Gräfelfing, sondern aus einer weiteren Umgebung. Das Einzugsgebiet reicht von Maisach im Nordwesten bis Gauting im Süden und umfaßt damit neben Münchner Stadtgebiet auch erhebliche Teile der Landkreise München, Starnberg und Fürstenfeldbruck.

Nachdem in den ersten 40 Jahren des Vereinsgeschehens die Vereinsarbeit durch viele Querelen und kriegsbedingten Stillstand belastet war, drohte seit den 60er-Jahren durch die in der Landwirtschaft aufgekommene massive Giftspritzerei und seit Mitte der 80er Jahre durch die neu heraufgezogene Bedrohung Varroa-Milbe der Bienenhaltung das Ende. Viele Imker haben die dadurch verursachten Probleme und Mehrbelastungen zum Anlaß genommen, ihre Bienenhaltung aufzugeben. Für viele Jahre bis heute dienen viele der nach wie vor monatlich (fast immer am letzten Freitag des Monats) abgehaltenen Versammlungen der Aufklärung und Fortbildung der Imker zu diesen Problemthemen. Hat die Varroa-Milbe auch durch verbesserte Kenntnisse und neue Behandlungsmittel und -methoden hier ihre Schrecken eingebüßt, so belasten zur Jahrtausendwende schon wieder die nächsten Problemthemen die Imkerschaft, wie die Wiedererstarkung der Amerikanischen Faulbrut gerade auch in unserer Gegend, neu eingeschleppte Schädlinge, der Anbau genmanipulierter Pflanzen und die Einführung von gefiltertem Honig, dem seine Herkunft kaum mehr nachzuweisen ist.

Gerade in einer Zeit der Schwierigkeiten braucht die Imkerschaft einen starken Zusammenhalt und eine schnelle Wissensweitergabe. Zum 75. Gründungsjubiläum stellt sich der Imkerverein Gräfelfing und Umgebung als aktiver Verein dieser Herausforderung, seine gut besuchten Veranstaltungen und weiteren Serviceleistungen helfen seinen Mitgliedern aus allen Bevölkerungsschichten die Probleme anzugehen und zu meistern.

Rolf Kleinstück und Rudolf Neuhäuser

Nach 12 Jahren als erster Vorsitzender reichte Rudolf Neuhäuser die Vereinskerze an Rolf Kleinstück weiter. Der Zulauf von jungen und in zunehmender Zahl weiblicher Imker zeigte seine Auswirkungen auch bei den Vorstandsneuwahlen im Januar 2017.

Der Imkerverein treibt nun die Anerkennung der Gemeinnützigkeit voran und ist höchst aktiv auf der Suche nach einem Vereinsdomizil mit einem Geräte- und Schleuderraum. Denn immer noch lagern die vereinseigenen Geräte bei verschiedenen Mitglieder.

Doch bald kann der Verein die imkerlich verwaiste "Keltenschanze" nahe dem Germering See anpachten. Im Juni 2017 wurde in einem Kraftakt und dank vieler Helfer die Keltenschanze aufgeräumt. Keiner hat sich die Mengen Müll, Styroporbeuten, von Mäusen zerfressene Rähmchen, einsturzgefährdete Bienenhäuser incl. einem recht unerfreutem Schwarm vorstellen können. Statt einem Container wurden es dann Drei. Dem Urwuchs und Urwald rückten wir mit der Kettensäge zu Leibe.

Anfang 2018 zwang der Pächterwechsel unseres Vereinslokales dazu, sich nach einem neuen Domizil für die Versammlungen umzusehen. Der Pschorrhof in Lochham bot sich an und so kehrt der Verein fast wieder zu seinem Gründungsstandort zurück.

Erfreulicherweise bekommt der Verein dann auch noch ein zentrales Grundstück in Gräfelfing in der Rudolfstrasse angeboten und richtet unter der Federführung der verantwortlichen Imker, Annette Rosellen, Uschi Grünenwald und Christian Lye einen Lehrbienenstand ein. Verstärkt durch örtliche Kindergartengruppen werden rund 1000 m² Blühwiese eingesäht, 14 Bienenvölker aufgestellt und die Ausbildung der Jungimker an diesem Standort nahm seinen Lauf.

Nach dem Rücktritt des Vorstandes Anfang 2019 wird mit Annette Rosellen, der Enkeltochter von Otto Hentschel (Vorstand 1979), eine Ur-Gräfelfingerin zur "Bienenkönigin" gewählt. Der Verein begeht in diesem Jahr sein 90jähriges Jubiläum.

 

Erstmalig wird die Gräfelfinger Bevölkerung zu einer Großveranstaltung des Vereins im Mai 2019 auf den Lehrbienenstand eingeladen. Der Tag der offenen Tür wurde ein voller Erfolg. Der Verein ist endlich in Gräfelfing präsent.

 

 

90 Jahre Imkerverein Gräfelfing

aus diesem Anlaß ist ein wichtiger Termine vorzumerken:

 

Am Sonntag, 27. Oktober

Großer Festakt im Bürgerhaus Gräfelfing. Als Hauptredner begrüßen wir Prof. Dr. Menzel

 

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